Was kostet ein Brautkleid?

Fast jede Braut träumt hinsichtlich ihres Hochzeitstages von einem wunderschönen Hochzeitskleid...
Ein Beitrag von
Stella Rockstroh

Doch was kostet ein langes Brautkleid aus einem Fachhandel eigentlich? Wie setzt sich der Preis zusammen? Und wo könnt ihr sparen, ohne Abstriche zu machen? Die unromantische Antwort lautet:

Es kommt darauf an.

Diese Faktoren spielen beim Brautkleid-Preis eine Rolle

Es ist grundsätzlich nicht sinnvoll, einen Durchschnittspreis für Brautkleider zu nennen, da dieser je nach Wunsch und Vorstellung stark variiert. Für alle die der Durchschnittspreis dennoch interessiert: in Deutschland gibt eine Braut rund 1.300 € für ihr Brautkleid aus einem Fachgeschäft aus.

Doch welche Faktoren bestimmen denn nun den Preis?

1.     Das Material

2.     Die Marke

3.     Der Schnitt

4.     Die Details

Das Material - wo sind die Unterschiede?

Tüll, Seide, Chiffon.. ist doch alles das Gleiche? Weit gefehlt.

Der Stoff eines Hochzeitskleides entscheidet maßgeblich über die Optik und die Wertigkeit des Materials vor allem auch über den Tragekomfort.

Ein hochwertiger Tüll fühlt sich meist eher weich und wallend an, während ein einfacher Tüllstoff zwar deutlich günstiger ist und auch in der Optik kaum Unterschiede mit sich bringt, dafür aber häufig kratzig und steif ist.

Seide ist auch bekannt als Satin oder Mikado. Je nach Qualität ist dieses Material schwer und luxuriös oder eher leicht. Den größten Qualitätsunterschied bei der Qualität der Seide wird eine Braut im Sommer spüren. Ein qualitativ minderwertiger Seidenstoff ist nicht atmungsaktiv und wird euch ordentlich ins Schwitzen bringen.

Chiffon ist grundsätzlich das preisgünstigste Material für ein Brautkleid und hier sind auch die wenigsten Qualitätsunterschiede zu bemerken. Ein hochwertiger Chiffonstoff fällt aber für gewöhnlich etwas fester und ist auch weniger anfällig für Ziehfäden oder Risse. Sehr einfache Chiffonstoffe können außerdem die Problematik der Durchsichtigkeit mit sich bringen, da die Webstärke niedrig ist.

Ihr seht also, das Material selbst und natürlich die Qualität ist maßgeblich entscheidend für den Preis eines Brautkleides.

Doch tatsächlich spielen noch weitere Faktoren eine wichtige Rolle...

Die Marke

Eine der grundlegendsten Arbeiten bei der Herstellung eines Brautkleides ist das Design. Namhafte DesignerInnen möchten dementsprechend für ihre Kreativität entlohnt werden. Insbesondere große und bekannte Marken geben Jahr für Jahr die Trends vor und setzen dementsprechend höhere Preise für ihre Designs an, als kleinere Firmen, welche sich dann daran orientieren. Wenn euch also die Exklusivität eines Designs Freude bereitet, solltet ihr ein wenig tiefer in dieTasche greifen.

Natürlich spielt bei der Marke auch eine Rolle, wie die Herstellungsbedingungen sind und wo produziert wird. Ein Brautkleid, welches in Asien produziert wird, ist natürlich günstiger als ein Brautkleid, welches in Europa oder Nordamerika hergestellt wird.

Wichtig ist hierbei zu betonen, dass dieser Faktor nur selten Einfluss auf die Qualität hat.

Der Schnitt

Einer der häufigsten Denkfehler liegt darin, dass Bräute denken, dass ein Prinzessinnenkleid mit Abstand am teuersten sein muss. Das KANN zwar stimmen, ist aber nicht unbedingt die Regel. Tatsächlich ist der Durchschnittspreis bei figurnahen Brautkleidern, wie dem Mermaid oder dem Fit and Flare am höchsten. Dies liegt daran, dass der Schnitt aufwendig ist und an den Körperangepasst sein muss. Bei A-Linien und Prinzessinnenkleidern hingegen, fällt derRock „einfach“ nur ab der Hüfte hinab, was viel Arbeit erspart.


Das Prinzessinnenkleid folgt preislich dann aber dicht auf und hier ist der Preis natürlich maßgeblich von den Schichten und der Verarbeitung abhängig.

Die A-Linie ist für gewöhnlich am preisgünstigsten. Je wenigerSchichten eingearbeitet sind, desto mehr könnt ihr sparen.

Doch natürlich ist es auch mit dem Schnitt noch nicht getan. Einen großen Einfluss auf den Preis haben nämlich auch…

Die Details

Brautkleider werden erst durch ihre Details zu wahren Königinnen unter den Kleidern. Spitze, Glitzer, Schleifen, Perlen.. der Vielseitigkeit und dem Prunk sind kaum Grenzen gesetzt. Auch hier kommt es auf zwei Faktoren an: auf die Quantität und auf die Qualität der Details.

Die Quantität ist wahrscheinlich kaum erklärungsbedürftig: mehr kostet entsprechend mehr.

Doch was ist mit Qualität gemeint?

Tatsächlich gibt es große Unterschiede in der Verarbeitung der Details. Wurden Perlen beispielsweise aufgeklebt oder aufgenäht? Wurden sie von Hand oder maschinell befestigt? Wurde eine Spitze im Ganzen verarbeitet oder wurden nur einzelne Teile aufgenäht? Sind Träger abnehmbar oder befestigt? Ist vielleicht schon ein Glitzertüll eingenäht? Diese und viele weitere Faktoren bestimmen den Preis maßgeblich.  Diese Liste an Details ließe sich fast unendlich verlängern.

Ihr seht also, der Preis eines Brautkleides lässt sich nicht über den Daumen peilen. Es kommt auf eure individuellen Wünsche und Vorstellungen an.

Zusatzkosten

Viele Bräute berechnen ihr Brautkleidbudget alleine für das Kleid an sich. Doch an dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass ihr noch einige zusätzliche Posten mit hinzu rechnen solltet. Besonders gerne vergessen werden die Kosten für Änderungsarbeiten. Je nach Aufwand kommen auch hier noch einmal im Schnitt zwischen 100 € und 400 € hinzu.

Außerdem ist es auch mit dem Brautkleid alleine nicht getan. Schleier, Schuhe, Reifrock.. all diese Dinge machen den Brautlook erst perfekt. 

Doch welche Möglichkeiten habt ihr zu sparen ohne Abstriche an der Qualität zu machen?

Spartipps

Es gibt natürlich einige Möglichkeiten, wie ihr bares Geld sparen könnt:

1. SecondHand

Viele Bräute möchten ihr Kleid nach der Hochzeit verkaufen. Wenn es euch nichts ausmacht, dass ihr das Kleid nicht als erste tragt und ihr auch gerne auf Schatzsuche geht, könntet ihr in diversen Onlineportalen oder bei spezialisierten Brautmodengeschäften danach gucken. Je nach Zustand des Kleides könnt ihr bis zu 2/3 des Neupreises sparen.  

2. Sale

Eigentlich organisiert jedes Brautmodengeschäft zum Ende der Saison einen Sale, um Platz für die neuen Kollektionen zu schaffen. Die besten Schnäppchen könnt ihr für gewöhnlich im Sommer machen, da die neuen Kollektionen im Herbst kommen. Natürlich ist auch hier ein bisschen Glück gefragt, da ihr lediglich die Ausstellungsstücke zur Verfügung habt. Wenn aber das Traumkleid in der passenden Größe vorhanden ist, könnt ihr zwischen 10% und 70% sparen.

3. Achtet auf Aktionen

Größere Brautmodengeschäfte nehmen häufig an Aktionen wie dem „Black Friday“ teil. Häufig gibt es an solchen speziellen Tagen dann tolle Rabatte auf die gesamte Kollektion oder zumindest auf Einzelstücke. Hier ist Schnelligkeit gefragt. Da Brautmodengeschäfte mit Terminvereinbarungen arbeiten, sind diese Anproben meist schnell vergeben. Wenn ihr also die Chance seht, zögert nicht und sichert euch einen Termin.

4. Trunkshows

Habt ihr bereits eine spezielle Marke im Blick? Dann prüft doch mal, ob diese sogenannte Trunkshows in eurer Nähe anbietet. Bei diesen Designervorstellungen habt ihr die Möglichkeit eine bestimmte Kollektion einer Marke kennenzulernen und häufig gibt es in diesem Zeitraum auch Rabatte auf die Hochzeitskleider der DesignerIn.

Ein weiterer wichtiger Hinweis

Das Kleid in einem dubiosen Internetshop zu kaufen ist übrigens keine gute Idee, auch wenn die Preise meistens mehr als verlockend sind.

Hochwertige Brautmodenhersteller haben aber grundsätzlich strenge Regeln hinsichtlich des Verkaufs und erlauben nur lizensierten Fachhändlern den Vertrieb. Onlineverkauf ist meistens strengstens verboten. Schaut deshalb unbedingt 2x hin, wenn ihr ein super Schnäppchen im Netz seht. Es handelt sich dabei meistens um Fälschungen oder billige nachgemachte Ware.  

Fazit

Wenn ihr diesen Artikel bis zum Ende gelesen habt, seht ihr, dass es leider keine einheitliche Faustregel für den Preis von Brautkleidern gibt. Für ein sehr schlichtes Kleid kann es bereits bei unter 1.000 € losgehen - eine Grenze nach oben gibt es aber kaum. 1.500-3.000 € für ein exklusives und detailliertes Kleid sind demnach häufig anzufinden und auch im noch höheren Preissegment gibt es eine sehr große Auswahl in verschiedenen Geschäften.

Ein seriöses Fachgeschäft wird euch gerne im Vorfeld über die Preisrahmen Auskunft geben, damit ihr wisst, worauf ihr euch einstellen könnt und ob sich ein Besuch dort lohnt.

Unsere Empfehlung

Hierzu empfehlen wir euch einen einen Besuch bei Princess Dreams in Berlin-Tegel! Viele unserer Bräute wurden hier schon fündig und ihr könnt euch sicher sein, bestmöglich beraten zu werden und ein Kleid in eurer Budgetklasse zu finden.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, sich ein Brautkleid maß schneidern zu lassen. Die Preise hierfür sind aber noch individueller als dies sonst der Fall ist. Falls ihr euch also dafür interessiert, solltet ihr auf jeden Fall bei einer DesignerIn eurer Wahl anfragen und euch einen Kostenvoranschlag geben lassen. Insgesamt solltet ihr hier aber ein deutlich höheres Durchschnittsbudget ansetzen.
Eure Hochzeit kostet viel Geld und ihr möchtet absolut auf Nummer Sicher gehen? Dann könnte eine Hochzeitsversicherung interessant sein! Mehr dazu erfahrt ihr in unserem nächsten Blogbeitrag.

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